Spinnmilbe
( Tetranychidae ) umgangssprachlich Rote Spinne genannt
Beschreibung
Diese Parasiten gehören zu den Spinnentieren ( Arachnida ). Sie besitzt einen Körper der etwa 0,5 groß ist.
Wie alle Pflanzensauger sind sie mit einem Stechsaugrüssel ausgestattet. Der Körper ist je nach Jahreszeit und
Nahrung gelbgrün, orange oder rotbraun gefärbt.
Die Rote Spinne genannte ist die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi), die im Garten und in der Wohnung
auftretende ist meistens die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae)
Biologie
Die Weibchen legen bis zu 80 Eier und alle 3 – 4 Wochen kommt es zu einer neue Genration. Bei optimalen
Bedingungen kommt es binnen kürzester Zeit zu einer explosionsartiger Vermehrung.
Bevorzugte Pflanzen
Schönmalven, Fuchsien, Hibisken, Primeln, Azaleen, Pelargonien, Zimmerrosen und ihren Verwanten.
Schadensbild
Durch das Aussaugen des Pfanzensaftes, vor allem an Knospen und Jungtrieben kommt es zu einem
silbernem Schimmer des Blattes wenn Luft in die ausgesaugten Pflanzenzellen eintritt. Spinnmilben
saugen lediglich die Hautzellen des Pflanzenblattes aus. Anfangs wirken die Blätter leicht gesprenkelt und
bei fortschreitender Schädigung verfärben sie sich dunkel und fallen meistens ab.
Vorbeugende Bekämpfung
Luftiges, leicht zugiges stellen der Pflanzen, erhöhte Luftfeuchtigkeit.
Spritzen und gießen mit Schachtelhalmsud einem Pflanzenstärkungsmittel.
Kleinere Pflanzen für 2 – 3 Tage eintüten und die Luftfeuchtigkeit dadurch erhöhen.
Bekämpfung
Hartlaubige Pflanzen können mit Rapsöl behandelt werden.
Bei Befall kann mit Careo von Celaflor (Wirkstoff Acetamiprid), Axoris von Compo
(Wirkstoff Thiamethoxam / Abamectim) der Parasit bekämpft werden.
Ebenfalls kann in der warmen Jahreszeit eine rein biologische Bekämpfung mit der Florfliegenlarve
(Chrysoperla carnea), Raubmilben (Phytoseiulus persimilis), Gallmücke (Feltiella acarisuga) durchgeführt werden.
Michael Bantner
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